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Neulich beim Bäcker

In der Schlange. Zwei Verkäuferinnen. Zähes vorwärtskommen, da nur Rentner mit Centstücken. Plötzlich entschwindet eine der Dienstleistungsdamen kommentarlos. Irritierte Gesichter, sie läßt einfach die Kunden stehen. Dat Backhus ist echt sch.... Unterbezahltes, unfreundliches und unmotiviertes Personal kann ich nicht ausstehen. Ich werde demnächst wieder bei der Konkurrenz mein Franzbrötchen kaufen.
17.8.10 13:53


Es hat sich ausgelieblingtantet!

Laß uns einfach in Ruhe. Behalte Deine komischen Ratschläge und Tipps für Dich. Wenn Du Dich wirklich um sie sorgst, dann hör ihr zur Abwechslung doch einfach mal wieder zu oder besuche sie, anstatt alles besser zu wissen oder hinter ihrem Rücken mit mir oder meinem Bruder über sie zu reden. Wie oft hast Du sie in den letzten 20 Jahren gesehen? Ach ja - ich vergaß. Du warst dieses Jahr ein Wochenende da.

Sie ist erst seit 3 Tagen wieder zu Hause, verarbeitet die Krankenhauserfahrung und lernt mit der neuen Situation umzugehen. Das fällt ihr nicht leicht. Du erdreistet Dich ihr zu sagen, wie sie sich verhalten soll, wann sie was machen soll? Erklärst ihr detailfreudig, was alles passieren kann, wenn sie nicht alles richtig macht? Alles verpackt unter dem Deckmantel "Ich will ihr doch nur helfen, ich habe nur noch diese eine Schwester"? Du machst Dir angeblich Sorgen. Weißt Du, wie das bei mir ankommt? Du versuchst Dich wieder einmal einzuschleimen, läßt die "Lieblingstante" raushängen, die Du eigentlich noch nie warst - egal. Du hörst Deine eigene Wortschöpfung anscheinend immer noch so gern, auch wenn ich dieses Wort von jeher vermieden habe. Echte Anteilnahme gelingt Dir nicht, echte Schwesternliebe erst recht nicht. Laß es. Du möchtest Dich über sie erheben, die bessere sein.

Laß uns in Ruhe. Ich kann darauf verzichten. Glaubst Du wirklich, wir durchschauen Deine Versuche nicht? Wir sind darin sehr erfahren und kennen dieses Spiel bereits seit langem. Schon Deine Mutter hat es bei uns versucht, dieses hinterhältige Taktieren und Ausspielen von Sympathien, die unzähligen gescheiterten Versuche uns auf ihre Seite zu ziehen oder noch schlimmer, mich und meine Brüder gegeneinander auszuspielen. Diese niederträchtige Art, mit der sie uns Kinder damals versucht hat gegen den eigenen Vater aufzubringen, diese furchtbaren Selbstinszenierungen bei ihren Besuchen, die nur im Chaos enden konnten. Wie haben wir ihre Quartalsbesuche gehasst, aber es hat nicht funktioniert. Wir halten immer noch zusammen, sie konnte uns nicht auseinander bringen.

Deine Mutter ist vor Jahren einsam gestorben, ich vermisse sie nicht. Sie war eine böse und hinterhältige Frau. Du hast einige Züge wohl genetisch mit auf den Weg bekommen. Schade.

Meine Mutter aber nicht. Also laß uns in Ruhe!
16.8.10 15:48





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